Hier kommt der zweite Eintrag für den #penumbracookclub in dem es um die Gilmore Girls geht. Das liegt daran, dass ich wieder unsere vegane „sugarpeel“ Kollektion als Inspiration hergenommen habe. Übrigens: ich habe heute wieder ein paar dieser unglaublich süßen Halsbänder im Webshop veröffentlicht.

Ich habe ja schon erklärt wie ich eine unauslöschbare (zumindest für mich) Verbindung zwischen dieser Halsbandserie und den Gilmore Girls hergestellt habe, als ich über die Spaghetti mit veganen Fleischbällchen geschrieben habe.

Diesmal habe ich allerdings direkt bei den Gilmores nach Inspiration gesucht, im Gegensatz zu letzten Mal als ich schon mit einem fertigen Bild in meinem Kopf begonnen habe.

Beim Nachdenken über die besten Mahlzeiten für Lorelai und Rory war die erste Eingebung, wie könnte es anders sein, natürlich Kaffee. Eventuell komme ich etwas später in dieser Serie nochmal darauf zurück, aber diesmal habe ich mich für meine zweite Idee entschieden – Burger.

Bei meinem Partner und mir kommen Burger relativ regelmäßig auf den Tisch. Eigentlich ist es eines unserer liebsten „laden-wir-Leute-ein“ Gerichte, da man alles super vorbereiten kann, und nur mehr die Patties rausbraten muss, wenn die Gäste da sind. Wir haben dafür das PERFEKTE Burgerbrötchenrezept in einem Buch der Wildbakers gefunden. (Ich kann dieses Buch wirklich sehr empfehlen. Keine bezahlte Werbung; aber alles was ich bisher daraus gebacken habe wurde einfach nur genial gut)

Blöderweise verwenden sie Eier in ihrem Teig, eine schlechte Ausgangssituation für unser veganes Projekt. Also habe ich mit einer Freundin, der schon einmal erwähnten veganen Zuckerbäckerin, geplaudert, um zu sehen wie man das Problem umgehen kann. Darauf basierend haben wir unser eigenes Rezept für vegane Buns entwickelt, inspiriert von den fantastischen Wildbakers.

Die Brötchen sind ziemlich gut geworden, fluffig und geschmacklich toll (unsere Testesser waren beeindruckt!). Die Patties sind eine Ei-freie Adaption der (nicht mehr ganz so) geheimen Curry-Hirselaibchen meines Partners. Er war so lieb es mich hier teilen zu lassen, damit ihr es auch einmal ausprobieren könnt. Ich liebe diese Laibchen so sehr, wir machen so gut wie nie mehr welche mit Fleisch.

Also, hier die Rezepte:

Burgerbrötchen:

(ergibt 6 Brötchen)

Quellstück:

50 g Getreideflocken

100 g Bier

Die beiden Zutaten vermengen und über Nacht stehen lassen damit die Flocken das Bier aufsaugen können

Teig:

250 g Weizenmehl

10 g Honig

5 g Salz

15 g Malz (das sirupartige, nicht das Pulver)

10 g frische Hefe

40 g Margarine

25 ml Bier

25 ml Pflanzenmilch

Eiersatz für 2 Eier (wir haben ein Pulver verwenden und sind einfach den Instruktionen auf der Verpackung gefolgt)

Öl zum Einstreichen der Brötchen

Gehackte Kürbiskerne

Alle Zutaten (inklusive der eingeweichten Getreideflocken) vermischen. Für etwa 10 Minuten kneten (am besten mit einer Küchenmaschine oder den Knetaufsätzen für einen Handmixer). Dabei langsam beginnen und nach etwa der Hälfte der Zeit die Geschwindigkeit hochdrehen. Das lange Kneten sorgt dafür, dass der Teig wesentlich leichter in der Handhabung wird.

Die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken und den Teig für etwa eine Stunde rasten lassen

Jetzt den Teig in sechs gleich große Stücke teilen und diese rund formen. Der Teig ist sehr weich und vermutlich etwas klebrig, mit genug Übung klappt dieser Schritt aber ganz gut. Die fertigen Teigkugeln auf ein Backblech setzen, mit Klarsichtfolie abdecken und eine weitere Stunde gehen lassen.

Das Backrohr auf 240 °C aufheizen. Dabei dem Rohr genug Zeit geben, es soll wirklich heiß sein.

Wenn die Stunde vorbei ist die Teigkugeln mit Olivenöl bestreichen, mit Kürbiskernen besprenkeln und diese leicht andrücken.

Die Teiglinge ins Backrohr schieben und die Hitze sofort auf 230 °C reduzieren. Für 12-15 Minuten backen, dabei die Hitze nach 5 Minuten auf 200 °C reduzieren.

Man kann, wenn die Buns in das Backrohr kommen, gleichzeitig etwas Wasser auf den Ofenboden (oder eine am Boden stehende, ofenfeste Form) schütten. Ich mache das immer, da es bei der Kruste und Textur von Brot und Brötchen helfen soll.

Nach dem Backen die Buns aus dem Ofen holen und am besten auf einem Rost auskühlen lassen.

Hirselaibchen

90 g Hirse

50 g Getreideflocken

75 g Semmelbrösel

150 g Zwiebeln

120 g Kürbis

17 g rote Currypaste

20 g Ahornsirup

Eiersatz für 2 Eier (wir haben dasselbe Pulver wie bei den Buns verwendet)

Mehr Semmelbrösel

Mehr Olivenöl

Die Hirse gründlich waschen und mit doppelt so viel Wasser weichkochen. Meine Methode dafür ist, das Wasser mit der Hirse aufzukochen, einen Deckel auf den Topf zu setzen und für etwa 5-10 Minuten köcheln zu lassen. Dann drehe ich den Herd ab und lasse die Hirse einfach auf der heißen Platte für mindestens 20 Minuten ziehen.

In die Zwischenzeit kann man das Gemüse vorbereiten:

Den Kürbis grob raspeln (wirklich darauf achten, dass er nicht zu fein wird). Das Kürbisfleisch dann salzen und in einem Sieb rasten lassen, um überflüssiges Wasser zu entziehen.

Die Zwiebel fein hacken und bei mittlerer Hitze mit Olivenöl anbraten. Dabei darauf achten, dass die Pfanne nicht zu heiß ist, sie sollen langsam bräunen. Wenn die Zwiebel Farbe entwickeln, die Currypaste hinzufügen und noch ein bisschen gemeinsam mit den Zwiebeln rösten. Mit Ahornsirup ablöschen und noch ein paar Minuten köcheln lassen.

Aus dem Kürbisfleisch so viel Wasser wie möglich herausdrücken und mit allen anderen Zutaten zu einer Masse verkneten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen und Burgerlaibchen formen.

Bei uns haben die Patties beim Rausbraten deutlich besser gehalten als wir sie paniert haben, aber das bleibt jedem selbst überlassen.

Mehr Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Laibchen herausbraten bis sie auf beiden Seiten goldbraun und knusprig sind.

Jetzt ist es an der Zeit die Burger zusammenzusetzen – Guten Appetit!