In diesem #penumbracookclub Eintrag stelle ich auch gleich eine neue Serie an Halsbändern vor, die wir nur als vegane Option anbieten- unsere „gen-peel“ Serie in Magenta. Als wir über dieses Material gestolpert sind, mussten wir es einfach kaufen, auch wenn wir dafür keine nicht-vegane Alternative haben. Es sollte allerdings auch für Fleischesser in Ordnung sein eines dieser Bänder zu tragen. 😜

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber wenn ich mir dieses Halsband anschaue kommen mir sofort zwei Dinge in den Sinn: zum einen Drachenfrucht, dank der Farbe und lustigen Struktur, sowie rote Beete.

Ich war nie ein großer Freund von roten Rüben. Dabei muss ich immer an rote Beete Salat denken, und dazu gibt es für mich keinerlei positive Verknüpfungen.

Dieses sofortige Gefühl von Ekel hat allerdings dazu geführt, dass ich definitiv etwas damit kochen wollte; Herausforderungen sind am lustigsten, wenn man es nicht allzu leicht hat.

Nachdem ich rote Beete nicht mehr angegriffen habe seit ich alt genug bin, um für mich selbst zu entscheiden was ich essen möchte, musste ich mich erst einmal nach Inspiration umsehen. Das Internet erweist sich ja im Normalfall immer als gute Quelle, aber lasst euch eines sagen: es gibt erstmal eine Menge Rezepte für rote-Rüben-Salat! Dafür war ich nun wirklich nicht mutig genug…

Irgendwann habe ich aber doch noch etwas gefunden, das mich neugierig gemacht hat. Jemand hat das die Rüben in einem Gnocchi Rezept verwendet. Gnocchi sind großartig! Meine Mama hat mir irgendwas das perfekte Rezept beigebracht, in dem Karotten und Kartoffel verwendet werden. Da wollte ich sofort ausprobieren, allerdingt mit roter Beete statt der Karotten. Naja. Ich hatte wohl vergessen wie viele Eier in diesem Rezept verkocht waren. Und den Topfen hatte ich auch nicht bedacht. Dennoch habe ich mich entschieden es zu probieren, diese Zutaten einfach wegzulassen und während dem Kochen Anpassungen vorzunehmen wo notwendig. Mein Partner war sehr skeptisch, aber es hat geklappt!

Als der Entschluss zu rote Beete Gnocchi feststand war mir klar, dass ich mir endlich das berühmte Butterbrettchen von Baumwollseil.de kaufen würde! Ausnahmsweise nicht aus kinky Gründen, sondern für die Küche. Es hätte perfekt sein sollen um die Gnocchi zu formen… Also eigentlich war es das auch. Aber durch das Kochen wurden alle Bemühungen zunichte gemacht.

Ich weiß nicht wie eure Partner so drauf sind, wenn ihr von Sexshops bestellt, meiner wurde jedenfalls sofort hellhörig und hat begonnen über Dinge nachzudenken, die wir eventuell brauchen könnten – er hat auch das eine oder andere gefunden. Allerdings, das Allerwichtigste war zwei Butterbrettchen zu bestellen. Er fand es gar nicht in Ordnung nur eines für die Küche zu haben, dass er nicht im Schlafzimmer würde verwenden dürfen.

Jetzt sind wir eben beide stolze Besitzer eines solchen Instrumentes. Gut, dass wir den coolen Lasercutter haben, um Verwechslungen auszuschließen. (Seines hat übrigens bessere langfristige Ergebnisse in Bezug auf sichtbare Spuren erzielt 😜)

So, das war eine ganze Menge über ein Brett das eigentlich zum Formen von Butter gedacht ist, lasst uns endlich zum Rezept übergehen:

Rote Beete Gnocchi mit Salbei und Trüffeln

Gnocchi:

400 g rohe rote Beete

2 EL Olivenöl

Salz

Pfeffer

500 g mehlige Kartoffeln

100 g Weizenmehl

Muskatnuss

zusätzlich:

Olivenöl

Salbei

Trüffel

Salz

Grober Pfeffer

Hefeflocken

Das Backrohr auf 175 °C vorheizen.

Die Kartoffeln kochen bis sie weich sind.

In der Zwischenzeit die rote Beete waschen und in 0,5 cm Scheiben schneiden. Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben und durchmischen.

Die Scheiben auf einem Backblech ausbreiten und im Backrohr für ca. 30 Minuten rösten bis sie weich sind und beginnen zu bräunen.

Die gekochten Kartoffeln schälen und zerstampfen, dann auf einem Küchentuch abkühlen und ausdampfen lassen.

Die geröstete rote Beete fein pürieren und abkühlen lassen.

Rote Beete, Kartoffel, Mehl, Salz und ein wenig Muskatnuss zu einem Teig vermengen. Die Masse wird sehr klebrig, nicht wundern. Man kann mehr Mehl hinzu fügen, allerdings wird der Teig dann weniger fluffig.

Jetzt kommt der etwas schwierigere Teil: Die Arbeitsfläche gut bemehlen sonst bleibt der Teig sofort kleben. Eine Hand voll Teig nehmen und zu einer etwa 2 cm dicken Rolle formen. Mit einem Messer in grnocchigroße Stücke schneiden. Diesen Vorgang wiederholen bis der ganze Teig aufgebraucht ist.

Während dem Gnocchiformen kann man schon einmal Wasser zum Kochen bringen. Die fertigen Gnocchi ins Wasser werfen und kochen bis sie aufschwimmen – dann sind sie auch schon fertig.

Jetzt sind sie fertig zur Weiterverwendung. Nachdem sie durch die rote Beete so einen tollen Eigengeschmack bekommen, habe ich eine meiner Lieblingsvarianten gemacht: geröstete Gnocchi mit Salbei und Trüffeln.

Dafür einfach Olivenöl in einer Pfanne aufheizen, frischen Salbei und Trüffel (da habe ich eingelegte verwendet) hinzufügen und ein wenig anrösten. Jetzt die Gnocchi in die Pfanne geben und bis zum gewünschten Bräunungsgrad anbraten. Wenn nötig mit Salz und grobem Pfeffer abschmecken und schon sind sie fertig zum Servieren. Wer mag kann noch Hefeflocken darüber streuen.

Mahlzeit!