Der dieswöchige Eintrag für den #penumbracookclub ist von einer neuen Halsbandserie inspiriert, die wir heute in die Shops geladen haben. Es ist unsere vegane “apple blossom” Kollektion, bei der wir Mandala-inspirierte Muster in das Material gravieren, um eine einzigartige Oberfläche zu schaffen die es nur bei penumbra gibt.

Ich wollte auf jeden Fall etwas kochen, das von diesem Mandala-Design inspiriert ist. Wer unseren Blog näher verfolgt kann sich vielleicht erinnern, dass das schon einmal schief gegangen ist, als ich mich am veganen Brombeerkuchen versucht habe.

Diese Mahlzeit wurde fast zu meiner zweiten Niederlage…

Mein Partner hat für Süßspeisen nicht allzu viel übrig, daher war die Aussicht auf süße Palatschinken (Pfannkuchen, für die deutschen Nachbarn) keine attraktive Option für ihn. Also hat er angeboten, für den Hauptgang eine mexikanisch inspirierte Füllung zu machen und als Nachspeise einen der süßen #penumbracookclub Pfannkuchen mit mir zu teilen. Das klang nach einem sinnvollen Plan, und so habe ich einfach etwas mehr Teig gemacht als ursprünglich geplant.

Wisst ihr, mein Partner ist ein wirklich guter Koch – aber seine Fähigkeiten im Einschätzen von Portionsgrößen sind wirklich ausbaufähig. Er hat den ganzen Teig für den Hauptgang verwenden und mir keinen für das Dessert übriggelassen (Ja, es war zu viel. Wir mussten mit den Resten kreativ werden…). Was ein „ich hab’s dir ja gesagt“-Moment hätte werden können, hat sich als Glück im Unglück herausgestellt. Der Teig war ziemlich geschmacklos und die Textur war ganz seltsam. Für den Hauptgang war es schon in Ordnung, da die Füllung wirklich ausgezeichnet war, aber für die Nachspeise keine gute Lösung.

Ich habe mich also entschieden einen anderen Ansatz für den zweiten Versuch zu wählen, und einen süßen Teig zu machen.

Diesmal hat alles nach Plan funktioniert!

Für eine vollständige Mahlzeit musste natürlich auch eine Füllung her. Das florale Muster des Halsbandes bot mir da gleich die perfekte Ausrede (endlich!) getrocknete Rosenblüten zu kaufen. Ich liebe es Essen schön anzurichten, auch wenn es nur für meinen Partner und mich ist – etwas rein zu Dekorationszwecken zu kaufen hat sich aber trotzdem bisher falsch angefühlt. Jetzt allerdings hatten die Rosenblüten ja einen richtigen Sinn!

Die Füllung war ziemlich simpel gehalten, eine Mischung aus Kokosjoghurt, frischen Heidelbeeren (dt.: Blaubeeren) und selbst gemachtem Rosensirup.

Der richtig tolle Part daran war der Rosensirup! Es war mein erster Versucht und ich habe das so ein bisschen nach Gefühl gemacht. Das Ergebnis war fantastisch. So sehr, dass mein Partner (der mit Ausnahme von dem Morgenkaffe und eventuell Alkohol am Abend nur Wasser trinkt) sich aus freien Stücken Rosenlimonade gemischt hat. Zwei Mal. In zwei Tagen. 😳

Aber genug über meinen Partner und mich, auf zum Rezept:

Rosensirup:

250 ml Wasser

250 g Zucker

7 g Zitronensäure

15 g getrocknete Rosenblüten

Das Wasser aufkochen, Zucker und Zitronensäure darin auflösen.

Die Rosenblüten in ein verschließbares Behältnis geben und die heiße Flüssigkeit darüber gießen. Den Deckel aufsetzten und für 36-48 h ziehen lassen.

Die Mischung danach durch ein Sieb in einen Topf gießen, um die Blüten loszuwerden, und noch einmal aufkochen. Den Rosensirup in eine Flasche abfüllen, abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern.

Pfannkuchen Füllung:

1 Becher Kokosnussjoghurt

Rosenblütensirup nach Geschmack

Frische Heidelbeeren nach Geschmack

Zutaten vermengen bis die Mischung dem eigenen Geschmack entspricht :)  

Palatschinkenteig:

1 reife Banane

100g Weizenmehl

200 ml Pflanzenmilch (wir haben Kokosnuss genommen)

1 EL Flohsamenschalen (in Wasser eingeweicht)

½ TL Backpulver

1 Pkg. Vanillezucker

Die Banane zerdrücken und mit den anderen Zutaten vermischen. Wer einen wirklich glatten Teig will kann die Masse pürieren.

Den Teig für 10 Minuten rasten lassen und dann in einer heißen Pfanne mit Fett nach Wahl (wir haben Margarine genommen) herausbraten. So einfach geht’s :)

Die Pfannkuchen mit der Joghurtmischung füllen, mit Rosensirup beträufeln und mit frischen Blaubeeren servieren – schon hat man ein einfaches, aber super leckeres Dessert.

Bonus Information: Muster machen

Einen Teil des Teiges nehmen und mit Kakaopulver mischen bis der gewünschte Farbton erreicht wurde. Die Mischung in einen Dressiersack mit sehr schmaler Spitze füllen.

Ein Stück Backpapier so zurechtschneiden, dass es auf den Pfannenboden passt. Über das gewünschte Muster legen und dieses mit dem dunklen Teig nachzeichnen.

Das Papier in die Pfanne legen und diese aufheizen. Jetzt warten bis der Teig sich verfestigt hat und dann die helle Teigmischung darüber leeren.

Warten bis der Pfannkuchen beginnt sich zu stocken und dann wenden. Das Backpapier vorsichtig abziehen und die Palatschinken bis zum gewünschten Bräunungsgrad herausbacken.