Es war ein ganz normaler Freitag. Lena und ich waren in der Werkstatt und wie an jedem Freitag haben wir Pakete gepackt. Im Hintergrund lief Musik, draußen war es bereits dunkel - ganz normal zu dieser Jahreszeit. An diesem Freitag waren einmal mehr besonders viele Pakete zu packen und während Lena die einzelnen Bestellungen behutsam vorbereitet hat, hab ich mich um Zollpapiere und Versandetiketten gekümmert. Ich kann nicht genau sagen warum mir das ausgerechnet heute bewusst geworden ist, aber irgendwann ist mir aufgefallen, dass verhältnismäßig viele weibliche Namen unter den Empfängern waren. Auch waren fast alle versandfertigen Artikel auf dem Packtisch eher typisch weibliche Designs. Nichts davon war in irgendeiner Form verwunderlich oder abweichend zu sonst aber heute brachte es mich auf Gedanken. Konkret auf Folgenden: Was würde ich - als Mann und Top - gerne von einer kleinen Manufaktur wie Penumbra kaufen und zwar nicht für meine Sub sondern für mich.


Die Antwort war eigentlich genauso schnell gefunden wie mir die Frage in den Sinn gekommen war und sie lautete - Armbänder. Ich persönlich trage Armbänder seitdem ich kein Kind mehr bin. Meistens waren es Leder-Armbänder aber zwischendurch auch gerne mal andere Materialen. Ein Armband ist für mich ein sehr persönlicher Design-Artikel der sowohl zum Anzug als auch zum Fetisch-Outfit passt und abgesehen davon trage ich sie einfach gerne.


Der Weg von der Idee zu den ersten Prototypen war dann nicht mehr weit und ganz im Stil von Penumbra mussten auch die Armbänder etwas Besonderes an sich haben. Konkret hatte ich zwei Designs im Kopf. Zum einen Schriftzüge die man auf das Armband brennen kann und zum anderen die bekannte BDSM Triskele bei der jedoch die Punkte in der Mitte ausgeschnitten sind um sie farbig zu hinterlegen. Was wäre da typischer als ein schwarzes Lederarmband hinterlegt mit einem strahlenden rot. Schon der Prototyp selbst war ein zeitloser Klassiker und ich war auf eine seltsame Art und Weise zufrieden.


Die Zukunft wird zeigen welche neuen Designs sich hier noch ergeben oder welche Ideen interessierte Kunden an uns herantragen. Bis dahin finde ich es schön einmal mehr zu sehen wie aus einer Idee ein Produkt wird und ein Produkt jemanden glücklich macht.