Das ist das erste Rezept der neuen #penumbracookclub Serie - dem verrückten Projekt, das ich begonnen habe, um mich zu motivieren endlich die neue vegan Linie fertig zu stellen. Ihr findet eine kurze Vorstellung davon hier.

Als ich mich hingesetzt habe, um die ersten Rezepte zu entwickeln war mir sofort klar, dass dieses Halsband als eine der Inspirationen dienen muss. Ich liebe das lebendige Rot und halte es einfach für einen richtig coolen Eyecatcher, besonders in Kombination mit dem geometrischen Muster. Abgesehen davon hatte ich sofort ein Bild dazu in meinem Kopf: einen meiner liebsten Sommersalate -> Wassermelone mit Feta.

Warum ich sofort daran gedacht habe? Das ist leicht zu beantworten: die rote Farbe ist wohl ziemlich offensichtlich. Zusätzlich habt ihr vielleicht die Struktur der Musterhinterlegung bemerkt? Wir verwenden hierfür Korkstoff, und ich muss dabei sofort an den Teil der Wassermelone denken in dem die Samen zu finden sind. Zu guter Letzt erinnern mich die dreieckigen Ausschnitte an geschnittene Wassermelonenstücke - alles in allem also eine sehr optisch fixierte Inspiration.

Euch mag jetzt vielleicht das ziemlich offensichtliche Problem aufgefallen sein: Feta ist absolut großartig, leider jedoch nicht sehr vegan. Und ohne Feta wäre das ganze Rezept dann doch etwas langweilig, also musste ich eine Lösung finden. Ich habe Dr. Google befragt, und voila: ganz viele Rezepte für veganen Feta sind mir entgegengesprungen. Wie aufregend!

Umso größer war also die Enttäuschung als ich herausfand, dass die meisten davon einfach nur eingelegter Tofu waren, was für mich nach einem richtig schlechten Ersatz klanng. Also habe ich tiefer gegraben und letztendlich doch noch ein paar Rezepte gefunden, die vielversprechend klangen. Ich habe mir daraus die Teile herausgepickt, die ich mochte und mein eigenes Rezept kreiert.

Dadurch wurden die Vorbereitungen für dieses eigentlich sehr einfache Essen doch noch etwas herausfordernder, aber das Ergebnis war die Mühe wert.

Vermutlich würde ich es nicht vagen das Resultat einen echten Ersatz für Feta zu nennen - weder Geschmack noch Textur sind dafür geeignet, aber er ist überraschend lecker!

Das Salzige komplementiert die Süße der Wassermelone ziemlich gut, ich kann die Kombination also wärmstens weiterempfehlen.

Die Textur wurde ziemlich Hummus-artig, aber ich denke das kann man ganz einfach korrigieren indem man mehr Gar-Agar verwendet (ich war damit sehr vorsichtig)

Was ihr braucht:

Für den „Feta“:

100 g getrocknete Sojabohnen

100 g Tofu (natur)

150 ml Hafermilch

1 TL Agar-Agar (oder mehr, für eine „käsigere“ Konsistenz)

1 TL Salz

2 EL Apfelessig

1 EL Zitronensaft

75 g Cashewmuß

1 TL weiße Misopaste

1 EL Hefeflocken

1 Knoblauchzehe

Mit diesem Rezept beginnt ihr am besten zwei Tage bevor ihr den Salat essen möchtet.

Zuallererst müssen die Sojabohnen eingeweicht werden. Ich mache das gerne morgens.

Am Abend kann man die Bohnen dann schälen. Dazu fülle ich einen recht großen Topf gut mit Wasser und gebe die eingeweichten Sojabohnen hinzu. Dann drücke ich diese durch meine Finger. Auf diese Art löst sich die Schale der Bohnen und schwimmt am Wasser auf, so dass man sie leicht abschöpfen kann. Man muss nicht alle Schalen loswerden, irgendwann verlässt mich dabei auch immer die Geduld.

Danach müssen die Sojabohnen gekocht werden, das braucht in etwa eine Stunde. Dabei gut aufpassen, anfangs schäumt das ziemlich.

Nach dem Kochen werden die Sojabohnen in eine Schüssel gegeben, mit Wasser bedeckt, mit 1 TL Salz und 2 EL Essig vermischt und über Nacht in den Kühlschrank gegeben.

Am nächsten Abend kommen alle Zutaten, bis auf Hafermilch und Agar-Agar, in den Mixer und werden püriert bis die Masse wirklich glatt ist. Falls dafür ein bisschen Flüssigkeit benötigt wird ist das auch ok.

Die Milch mit dem Agar-Agar wird jetzt erwärmt und unter die Mischung gemixt.

Jetzt kommt noch das Fine Tuning - Zeit für ein finales Abschmecken. Wer mag kann an dieser Stelle noch nachwürzen.

Sobald der Geschmack passt wird die Masse in eine Form gefüllt und über Nacht zum fest werden in den Kühlschrank gestellt.

Für den Salat:

1 Miniwassermelone (oder ein zum Hunger passendes Stück einer normal großen)

2 Frühlingszwiebeln

Olivenöl

Heller Essig

Veganer Feta

Schwarzer Pfeffer

Salz

Gewürze nach Wahl

Das Rezept ist so simpel, dass ich hier völlig auf Mengenangaben verzichte. Vertraut einfach auf euer Gefühl, wie groß der Hunger gerade ist.

Die Melone wird in Stücke geschnitten und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe (hier hat sich übrigens dieses unheimlich coole Messer, eine Leihgabe von atelier a loup, sehr bewährt). Richtet beides auf einem Teller an und fügt noch etwas von dem veganen Feta hinzu.

Bereitet ein Dressing aus Essig, Olivenöl und etwas Salz zu und verteilt es über dem Salat.

Ich mag frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer dazu sehr gerne – die leichte Schärfe passt einfach perfekt.

Wer möchte kann jetzt noch frische Kräuter über den Salat streuen. Ich habe diesmal Minze verwendet, eine Kombination, die ich sehr empfehlen kann. Es funktionieren aber auch beispielsweise Basilikum oder Thymian sehr gut.

Ich habe noch Guinness-Wurzeln dazu gebacken, es passt aber jegliche Form von Gebäck gut zum Salat.

Halsband von penumbra, Messer von atelier a loup