Der dieswöchige Eintrag für den #penumbracookclub kombiniert zwei Elemente, die normalerweise nicht so gut zusammenpassen.

1.)   Eine meiner liebsten Winterleckereien

2.)   Meerjungfrauen und blaue Ozeane

Ich weiß, das klingt verwirrend. Lasst mich erklären!

Bei der Inspirationssuche für unsere neue vegane „gen-peel“ Halsbandkollektion musste ich als allererstes an Meerjungfrauen und (natürlich) das Meer denken.

Das hat zum sofortigen Heißhunger auf eine Fischplatte geführt… Naja. Meerestiere sind ja, leider, nicht sonderlich vegan und waren daher keine Option für dieses Kochprojekt.

Trotzdem ging mir dieses Ozean-Thema nicht aus dem Kopf – ich musste nur mehr einen Punkt finden, an dem ich ansetzen konnte.

Der kam auch, als ich mich an einen dieser lustigen Food-Trends erinnert habe, die sich vor nicht allzu langem im Internet breit gemacht haben: Blaue Spirulina! Es schien so perfekt! Blaue Farbe, wie die Bänder, und es ist sogar eine Alge – Hallo Verbindung zum Meer.

Ich habe zuvor noch nie mit diesem seltsamen blauen Pulver gekocht, daher stand die Suche nach Inspirationen ganz oben auf der Liste. Lasst euch eines sagen: ich habe noch nie so viele Breakfast Bowles an einem Tag gesehen. Wirklich. Sucht einfach mal nach „Blaue Spirulina“ auf Pinterest und schaut was passiert.

Diese Frühstücksvariationen haben zwar allesamt ziemlich lecker ausgesehen, ich wollte aber doch etwas zubereiten, dass sich zumindest ein bisschen von dem unterscheidet was eh schon jeder vor mir gemacht hat.

Schlussendlich bin ich über einen Eintrag für Spirulina Latte gestolpert. Wie aufregend! Etwas Neues! Naja, das Rezept klang allerdings nicht sehr einladend, nicht einmal als Startpunkt um daraus mein Eigenes zu entwickeln.

Diese ganze Latte-Geschichte hat mich aber an mein liebstes Heißgetränk denken lassen: Chai Latte 😍 Also habe ich mich dazu entschieden eine Blaue Spirulina Version davon zu machen, in der Hoffnung, dass der Geschmack des Pulvers mit dem Rest halbwegs harmonisieren würde.

Als das Pulver bei mir ankam fand ich heraus, dass es eigentlich gar keinen starken Eigengeschmack hat, also würde der Chai Sirup (bleibt einfach noch kurz dran, wir kommen gleich zu dem fantastischen Rezept dafür) ohnehin jede Nuance überdecken, die eventuell nicht ganz zum Getränk passen könnte.

Ja ich weiß, mir wäre es auch lieber gewesen das Pulver als echte Zutat zu behandeln und nicht nur als natürlichen Farbstoff. Tatsächlich werden Spirulina ja viele gesunde Eigenschaften zugeschrieben. Ich würde es mir dennoch nicht noch einmal kaufen – ich mag es ganz gerne, wenn mein gesundes Zeug auch nach etwas schmeckt und nicht einfach nur „da“ ist.

Eine Sache, die ich nicht bedacht habe als ich mich für veganen Chai Latte entschieden habe war, dass pflanzlicher Milchersatz sich ja unter Umständen anders verhalten könnte als Kuhmilch. Mein erster Versuch Reismilch, die ich gerade zuhause hatte, aufzuschäumen war also etwas kläglich. Und was ist ein Chai Latte ohne Schaumhäubchen, richtig?

Glücklicherweise fand ich heraus, dass ich offenbar nicht die einzige mit dem Bedürfnis nach schaumiger, cremiger veganer Milch war. Nachdem ich einige Tipps aus dem Internet durch hatte bin ich final auf der Barista Version von Pflanzenmilch gelandet.

Es gab davon sogar meinen Pflanzen-Favoriten: Mandel!

Also konnte ich, endlich, meinen eigenen veganen Chai Latte machen, mit Schaumhaube und allem Drum und Dran. Es hat perfekt funktioniert!

Auch das Einfärben des Getränkes hat problemlos geklappt (ich gebe zu, für den Schaum habe ich ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe verwendet, um einen hübschen Effekt zu erzielen. Die Milch ist aber nur mit Spirulina gefärbt. Es hat allerdings um einiges mehr Pulver gebraucht als ich gedacht hätte)

Leider gab es auch eine Kehrseite: Ich bin so an Chai Latte mit Kuhmilch gewöhnt – es hat einfach nicht richtig geschmeckt.

Conclusio: Ich liebe eine ganze Menge veganes Zeug. Chai Latte ist keines davon. 🤷‍♀️

Dennoch, das Rezept für den Sirup ist großartig und wer er gewohnt ist nur Pflanzenmilch zu trinken kann sich vielleicht ja auch mit der veganen Latte Version anfreunden :)

Rezept:

Sirup:

500ml Wasser

400g brauner Zucker

6 g Schwarzer Tee

1 Zimtstange

2 Sternanis

1 TL gemahlener Zimt

Eine Prise Muskat

½ TL Vanillepulver

12 grüne Kardamomkapseln

10 Nelken

5 schwarze Pfefferkörner

5 Pimentkörner

optional:

etwa 2 cm frischer Ingwer, in feine Scheiben geschnitten

Frisch gerissene Orangenzeste

Wer einen Möser hat kann die ganzen Gewürze (Kardamom, Nelken, Pfeffer & Piment) grob zerstoßen, um den Geschmack zu intensivieren. Wer keinen hat kann beim Kleinmachen kreativ werden, oder den Schritt einfach auslassen.

Die zerstoßenen (oder ganzen) Gewürze kommen in einen Topf, gemeinsam mit den Zimtstangen und Sternanis. Alles zusammen ohne Fett rösten bis die Küche richtig lecker duftet.

Den Rest der Zutaten hinzugeben und aufkochen. Die ganze Mischung sollte jetzt für etwa 15-20 Minuten vor sich hin köcheln. Danach durch ein feines Sieb oder Küchentuch filtern. Voila, Chai Sirup ✨

Chai Latte

Perfekte Tassengröße auswählen und mit Milch oder Milchersatz nach Wahl füllen. Dabei ein bisschen Platz für Milchschaum lassen.

Genug Chai-Sirup untermengen um die Mischung super-lecker zu machen. (Optional: Spirulinapulver hinzufügen, um eine bläuliche Färbung zu erreichen. Sieht cool auf Bildern aus, sehr instagrammwürdig 😝 definitiv nicht für den Geschmack notwendig)

In einen Topf kippen und erwärmen (dabei aufpassen, dass die Mischung nicht überkocht)

In der Zwischenzeit ein bisschen extra Milch aufschäumen (dieser Schritt ist optional, macht den fertigen Chai Latte aber deutlich hübscher).

Letzer Schritt: Die warme Chai-Milch zurück in die Tasse leeren, mit Schaum toppen, mit gemahlenem Zimt bestreuen und genießen 🥰